Freitag, 31. Dezember 2010

"Ein Spiel, ein Spiel - ich liebe Spiele!" (Dori aus Findet Nemo)

Als Abschluss für diesen Blog soll es keine großen Abschiedsworte geben, sondern lieber etwas Lustiges: Ein  Spiel!
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Die Regeln sind einfach, zu jeder ungeraden Zahl schreibe ich etwas, das ich nicht vermissen werde, zu jeder geraden Zahl schreibe ich etwas, das ich vermissen werde.
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1.       Wireless Canes: Die nervigste und ja, davon bin ich überzeugt, hinterlistigste Internetverbindung des Erdzeitalters.
2.       Die Leute. Zusammen mit einer lustigen Truppe Internationals unterwegs zu sein hat Spaß gemacht und auch in der Dining Hall habe ich fast immer jemand Bekanntes getroffen.
3.       Die Dining Hall: All you can eat und nothing you have to clean afterwards ist zwar eine feine Sache (wenn auch teuer), aber ich freue mich auf Essen mit Geschmack.
4.       Die UM Party Series: Mit einem Schulbus voller voller Leute günstig nach South Beach.
5.       Die Dorms. Hässliche und dreckige Kämmerchen mit minimalster Privatsphäre. Ich mag zwar Geselligkeit, aber die gibt es auch auf andere Weise.
6.       UMTV: Trotz Uni schon für das Fernsehen arbeiten und jede Menge Möglichkeiten sich an Kamera und anderem Equipment auszutoben.
7.       Leitungswasser, das nach Pool schmeckt
8.       Pool!
9.       Public Transportion bzw. dessen Abwesenheit
10.   Der UM Scuba Club. Tauchen ist mit das Beste, das ich in Miami gemacht habe und ein neues, festes Hobby von mir.
11.   Eine Chinesin, die ohne zu klopfen ins Bad herein marschiert und selbiges auch gerne unter Wasser setzt. In manche Türen gehört einfach ein Schloss.
12.   Den Ozean, denn in der Nähe von viel Wasser fühle ich mich einfach wohl.
13.   Telefonate die zu 40% aus „Hallo. Hallo? Hallo? Hörst du mich?“ bestehen, Skype sei Dank: „Ich seh dich, aber ich höre nichts. Hallo? Sag mal was“, „ah, das Bild hängt“.
14.   Pier. Keinen speziellen, die Erfindung Pier allgemein.
15.  Klimaanlagen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man durch ein offenes Fenster gute Luft hereinlässt und nicht heraus, ergo gehört in ein Zimmer einfach ein Loch nach draußen. Außerdem mag ich keine arktischen Temperaturen im Sommer.
16.  Zumba! Endlich mal ein Sport, der mir Spaß macht.
17.  Trinkverbot im Freien. So viele schöne Plätze draußen und keine gemütliche Ecke zum Trinken...
18.  Gutes Deutsch. Ja, das klingt seltsam, aber die einzigen Leute mit denen ich mich auf Deutsch unterhalten habe, haben gutes und grammatikalisch meist richtiges Hochdeutsch gesprochen. Zurück im Badner Land, mit Assifernsehen, höre ich da leider ganz andere Variationen.
19.   Ähm…
20.   Einfach alles! Die ganze Erfahrung, das ganze Abenteuer war einfach so vollkommen fabelhaft und einmalig. Und ich werde die ganzen fünf Monate und einfach das Dortsein vermissen. Ich habe mich so lange auf den großen Auslandsaufenthalt gefreut und ständig war dieses große Abenteuer vor mir. Jetzt bleiben mir dafür viele bezaubernde Erinnerungen und Unmengen an zauberhaften Fotos.
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Tudeldu Miami!

I heart Miami

Donnerstag, 30. Dezember 2010

"Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht" (Kurt Marti)

Weihnachten ist ja bekanntlich ein Familienfest und tatsächlich war es sehr schön schon an Weihnachten wieder zu Hause zu sein.
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Besonders schön vor allem, bei all dem Schneechaos in Europa. Das mit dem Sand statt Schnee hätte ich gerne doch beibehalten.
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So sehr ich mich an den Anblick von Küsten und Stränden und einem Pier gewöhnt habe und so sehr Bilder von solchen Gegenden viel realer und verwandter wirken als zuvor, so sehr vermisse ich das jetzt auch. Die Winterlandschaft ist zwar hübsch, aber einfach zu kalt.
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Einen Vorgeschmack auf Weihnachten hatte ich aber schon in Miami bekommen bei einem Besuch von Santa’s Enchanted Forest. Ein zweigeteilter Park der zum einen einfach ein Rummel war und zum anderen… eine Explosion bunter Lichter und kitschiger Weihnachtsdekoration, die sich bei der Detonation in seltsame Dekobuden und Lichtspektakel verwandelt haben.
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Da gab es zum Beispiel so geschmackvolle Variationen wie schlittschuhlaufende Bären, weihnachtliche Marsmännchen und Rudolf in verschiedenen künstlichen und echten Varianten.
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Da bevorzuge ich doch die geschmackvolle Dekoration zu Hause.
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Ein bisschen Floridakitsch habe ich aber doch mitgebracht: An unserem Weihnachtsbaum hängt ein Seestern mit Sonnenbrille und Muschelbikini!
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Und Apropos Weihnachten. An Weihnachten braucht man natürlich Geschenke und bei unseren Trips durch diverse Gift Shops (vor allem während des Roadtrips) hatte ich genügend Zeit zu rätseln, was wohl das perfekte Geschenk ist.
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Ein UM Snuggie? Ein T-Shirt der vier für zehn Dollar Sorte? Ein Schnapsglas? Ein Alligatorkopf? Ein Muschelbilderrahmen? Ein Sammelteller aus Plastik? Ein aufblasbarer UM Footballspieler? Ein Plastikspielzeug mit dem man Leute wahlweise mit einem Alligator, Hai oder Delphin zwicken kann? Eine Postkarte mit dicken Nackten darauf?...
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Okay, ich denke ich höre besser auf mit der Aufzählung, bevor mir noch schwindlig wird. Nur eine abschließende Bemerkung. Die deutsche Bedeutung des Wortes „Gift“ aus Gift Shop ist was manche „gifts“ anbelangt erstaunlich treffend.

Weißer Wintersand

Mittwoch, 29. Dezember 2010

"Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel" (Marie von Ebner-Eschenbach)

Ein Roadtrip ist wohl mit die effektivste Art des Reisen und kommt beinahe dem Japanerklischee gleich: Aussteigen, Fotos machen, weiterfahren. Die Fotos haben wir zwar auch gemacht, mit zehn Städten in sieben Tagen haben wir eine gute Mischung aus knackigem Sightseeing und genussvollem Urlaub gefunden.
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Los ging es über den Tamiami Trail nach Naples, ein sehr hübsches Städtchen mit einem Bezirk namens Tin City. Dort kann man durch ein hübsch gemachtes Einkaufszentrum und am Hafen entlang bummeln. Eine weitere Attraktion ist das älteste Haus: 1895 gebaut. Der Europäer schmunzelt darüber, aber die Amerikaner finden ja auch Miley Cyrus alt genug…
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Selbstverständlich gibt es in Naples auch einen Pier.
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Fort Myers ist zwar auch ein sehr hübsches Städtchen, reißt aber nicht gerade die Wurzeln aus der Erde. Dafür gibt es dort das idyllische Inselchen Sanibel. Ideal zum Muscheln sammeln und Wassersport.
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Zum Thema Wassersport: dort steckt das Wort „Sport“ drin, das kann nicht gut gehen. In unserem Doppelkanu haben wir diverse Ausflüge in die Böschung unternommen. Als wir es dann doch noch um die Kurve geschafft haben, trieb dort ein älteres Paar in seinem Kanu und hat in friedlicher Ruhe einen Vogel auf einem Baum beobachtet. Wir hörten also auf zu paddeln und beobachten mit. Nicht merkend jedoch, dass  unser Kanu immer noch weitertrieb und bums, direkt in den Baum, auf dem der Vogel saß. Vorbei war es mit der natürlichen Ruhe.
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Das Abendprogramm war kulturell wertvoll mit dem Edison und Ford Winter Estates.  Ernsthaft, zwei intelligente und geschichtlich bedeutende Menschen, die auch noch best Buddies sind und sich zwei fette Ferienresidenzen direkt nebeneinander leisten können?! Nicht fair.
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Next up: Venice. Nein nicht das Party-Venice in Kalifornien, das beschauliche Venice in Florida, in dessen Strand man schwarze Haifischzähne sammeln kann und in dessen Innenstadt ein Trolley Santa Claus spazieren fährt. Als wir ihn dazu bringen wollten das „U“ mit den Händen zu zeigen, war er zunächst zögerlich: „I can’t do this. I’m a Penn State Fan“. Naja, irgeneinen Sport muss man am Nordpol ja auch verfolgen.
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So wie sich das für eien floridianische Stadt gehört, gibt es auch in Venice einen Pier.
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Jetzt ein Ratespiel zu starten, was wohl eine der Hauptattraktionen St. Petersbergs ist, wäre sinnlos. Es ist natürlich ein Pier.
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Was es noch dort gibt: Fort Desoto Park und Beach. Betonung auf Park und Beach, denn an das eigentliche Fort erinnern nur ein paar hin drapierte Steine und ein paar Infoschilder für die Touris.
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In Tampa geht es abends laut Reiseführer in Ybor City ab, einem Viertel, das für seine Zigarrendreher bekannt ist. Zwar gab es als wir da waren weder das noch Partymassen, aber wer kann es denn Floridianern oder Touristen schon verübeln, wenn sie sich nicht gerade zur kältesten Zeit überhaupt aus dem Haus wagen.
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Ein persönliches Highlight für mich war die Hafenbucht, in der wir doch tatsächlich echte, wilde Mantees (=Seekühe) gesehen haben!
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Nach den dicken Tieren sind wir zu den dicken Schwämmen gefahren. Die werden nämlich in Tarpon Springs von jeder Menge Griechen aus dem Meer gefischt.
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Weiter ging es zurück zur Ostküste in einer Monsterfahrt quer durch den Bundesstaat nach St. Augustine. Mit kurzer Shoppingpause in einer Outlet Mall in Orlando. Wer braucht da schon einen langweiligen Rastplatz?!
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St. Augustine ist die älteste Stadt der USA mit Attraktionen wie Ponce de Léons Jungbrunnen, einer Fußgängerzone durch ein schnuckeliges Altstadtviertel mit einem alten, holzigen Schulhaus und einem Fort, das auch tatsächlich ein Fort war. Groß, massiv, Stein – so muss das sein!
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Von St. Augustine sind wir direkt nach Daytona Beach zum Strand gefahren. Jawohl, gefahren, denn dort darf man mit gemütlichen 10mph auf dem unglaublich flachen Strand entlangtuckern. Sehr spaßig, vor allem wenn währenddessen im Radio Weihnachtsmusik läuft. Eben Sand statt Schnee – finde ich okay.
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Genug jetzt mit den lächerlichen Zufallsreimen und genug auch mit dem Roadtrip. Daytona Beach war vor Miami die letzte Station eines fabelhaften und (wie die Länge des Eintrags verrät) ereignisreichen Trips.
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Eine Sache nur noch: In Daytona Beach waren wir auch am Pier!

Timeline

Samstag, 25. Dezember 2010

"Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins" (Hans Kudszus)

Wow, das ging schnell.
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Es ist als wäre es erst gestern gewesen, als ich in Miami ankam. Kinder, wie die Zeit vergeht. Ihr seid aber gewachsen. Als ich Deutschland das letzte Mal gesehen habe war es noch so.
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Nein, das mit den Floskeln funktioniert eindeutig nicht. Es ist schwer so eine einmalige (und tatsächlich verdammt kurzweilige) Erfahrung wie das Auslandssemester in Miami in so etwas Klares wie Worte zu fassen, aber die Floskeln helfen da wohl nicht weiter.
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Es hört auf, wie es angefangen hat. Überall letzte Male und Abschiede und der Hintergedanke bei jedem Anblick: Präge dir das gut ein, du wirst es bald nicht wieder und vielleicht nie wieder sehen!
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Natürlich ist das alles wieder so unfassbar und deshalb so unwirklich, aber es gibt kurze Momente in denen ich für nur eine Sekunde alles realisiere. Das letzte Mal war es, als ich ein Foto von einem Schlangenhalsvogel im Sonnenuntergang am See angeguckt habe. Peng, da war dieses schmerzhaft traurige Gefühl, fast wie ein Schock. Und schwupps war es wieder vorbei.
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Beim Abschiedsbarbecue auf Key Biscayne war der Abschied auch nicht so wirklich fassbar. Erstens war es viel zu kalt und zweites war ein Gedanke viel präsenter: Der Strand hier ist traumhaft schön, warum zur Hölle sind wir nie dorthin gefahren, als es noch warm war?!
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Die großen Abschiedsworte haben wir auch nicht am letzten Abend im Coconut Grove gefunden. Als die Bar dabei war zu schließen, lagen sich plötzlich alle weinend in den Armen (und das waren fast alle Bargäste). Die unbeteiligten Zuschauer müssen sich vorgekommen sein wie in einem schlechten Melodrama.
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Ich weiß nicht ob es an den Leuten, den Palmen, den gratis T-Shirts oder einfach nur guter PR liegt, aber ich habe die Zeit hier an der Uni genossen, ja geliebt!
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Hier ist es wieder, das Gefühl für diesen Blogeintrag einen weisen und allumfassenden Schlusssatz zu finden, aber es klappt ja so oder so nicht.
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Obwohl doch:
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It's All About The U!

All about and all for the U

Freitag, 17. Dezember 2010

"It's a small world after all" (nervenzermürbender Song in einem Disney-Fahrgeschäft)

So klein, dass sich von Miami aus ein Wochenendtrip nach Puerto Rico lohnt. Und das ist nicht mal richtiges Ausland. Während andere Studenten die "reading days", also die freien Tage vor den Klausuren, in der Bibliothek verbracht haben, haben wir lieber Urlaub gemacht. Und zwar einen ganz fabelhaften.
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Old San Juan ist ein ganz zauberhaftes Städtchen und der Sonnenuntergang ist traumhaft schön. Als wir schon bettfertig in unserem charmanten guesthouse in den Bettchen lagen, ging draußen auf der Straße (wo sowieso Stadtfest war, haben ein glückliches Datum erwischt) auf einmal die Post ab. Der Grund des Lärms: Eine trommelnde und trötende Gruppe, die eine klatschende und tanzende Menschentraube angelockt hatte.
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So stelle ich mir doch südamerikanisches Land vor: Spontane Ausbrüche von Lebensfreude in der Öffentlichkeit. Bei uns hat es nur zum mitwippen auf dem Balkon gereicht.
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Die nächsten Tage habe ich mir ein dickes Souvenir zugelegt (nein, kein Manatee): Muskelkater.
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Noch nie hatte ich so einen sportlich aktiven Urlaub: Trampelpfad runter und wiederraufwandern (bzw. stoplern) im Regenwald El Yunque und im selbigen in einem eiskalten Wasserfall baden. Den erreichte man in etwa einer Viertelstunde im flotten Laufschritt, geht die ganze Zeit nur Treppen und Schrägen herunter, ganz leicht. Blöd nur, dass man den ganzen Spaß auch wieder heraufklettern muss.
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Ich bin der festen Überzeugung, Tolkien hatte die Idee für die Monstertreppen neben Minas Morgul aus Puerto Rico. Und die Feuer Morders dürften eine direkte Assoziation zu den Schmerzen in den Oberschenkeln gewesen sein.
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Die Arme bekamen ihr Training am nächsten Tag beim Festhalten auf dem Schlauchboot. Als "sein eigener Captain" konnte man in einer geführten Tour zwei Schnorchelziele inklusive Miniinsel anfahren. Oder sollte ich schreiben anrasen?! Jawohl, wir haben die Boote vor uns schamlos überholt.
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Der letzte halbe Tag war dann wieder ein herrlicher Chilltag am Strand, auch wenn das Wasser ein lustiges Wellenspaßbad war.
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Apropos Wasser, als wir im Flugzeug zur Startbahn gerollt sind, hat es angefangen zu regnen. Die Klausur einenTag später ist auch gut gelaufen.
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Na das war doch mal super Timing!

Panorama

Montag, 13. Dezember 2010

"Let me see if I have a brown bag" (CVS-Kassiererin)

Es wäre natürlich ein Verbrechen, die Weinflasche in einer normalen (leicht durchsichtigen!) Plastiktüte spazieren zu tragen. Ich meine das ganz ernst, in den USA ist das illegal.
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Mich versetzt das in "die gute alte Zeit" zurück, als man den Schülerausweis mit Füller ausgefüllt hat, um später das Geburtsdatum "wegkillern" und ändern zu können.
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Als die Schule vorbei war und ich an der Uni war und von Zuhause ausgezogen bin, habe ich mich ja schon ein Stückchen erwachsener gefühlt. Diese Entwicklung in Richtung "groß und stark" werden, hat in den USA aber einen großen Schritt zurück gemacht.
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Hier im Wohnheim zu wohnen, ohne eigenes Zimmer, ohne abschließbares Bad, ohne Küche oder Luxusgüter wie Fernseher zu wohnen, versetzt mich eher in die Jugendzeit zurück.
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Da konnte ich mein Zimmer auch nicht abschließen und meine Eltern konnten prinzipiell rein, wann sie wollten. Hier ist das auch so. Als im November Sicherheitschecks durchgeführt wurden, sind die Resident Assistents auch einfach ins Zimmer reinspaziert, selbst wenn niemand da war. Gleiches gilt für die Leute, die Leute, die die Duschköpfe austauschen.
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Die Dekoration in meinem Zimmer besteht auch nicht aus schicken Bildern, sondern aus Postern, Eintrittskarten und Werbeplakaten, die aus dem Flur stibitzt habe.
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Während man sich in Deutschland über das "viel zu verschulte" Bachelorsystem beklagt und wegen 500 Euro auf die Straße geht, zahlen die Kinderchen (bzw. ihre Eltern) hier ein unschlagbares Vermögen von 20.000 Dollar pro Semester und über Verschulung beklagt sich hier keiner. Warum auch?! Das hier ist kein verschultes System, das IST Schule.
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Strenge Anwesenheitspflicht, mehrere Wochenstunden und ständige Hausaufgaben sind hier normal. Außerdem ist die Uni hier sehr viel praktischer ausgerichtet. Es geht darum, den Studenten zu zeigen, wie man etwas macht und nicht darum, sie über etwas zu informieren, damit sie sich möglichst ihre eigenen Gedanken dazu machen.
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Natürlich hat alles so seine Vor- und Nachteile, aber in einem Bereich, kann Deutschland nich annähernd mithalten: Merchandise.
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Im "All Canes"-Fanshop gibt es neben den normalen Verrücktheiten wie Ibismütze, Schlabberlatz, Tangas, Bauchnabelpiercings, Hundeoutfit (inklusive Mütze), Grillunterlage, damit das U auf dem Burger und Miami auf dem Hotdog steht auch Weihnachtskugeln.
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Die hängt man vorzugsweise an einen grün-orangenen Baum, der auf einem U-Deckchen steht und mit grün-orangenen Lichterketten mit Footballhelmen geschmückt ist. Als Spitze dient selbstverständlich ein Engel im weißen Kleid mit... U-Muster darauf.

Teenager's room and teenager's fun in the mall

Donnerstag, 2. Dezember 2010

"Aww Let's Go Back to the Start" (´Coldplay - The Scientist)

So, das war also der letzte richtige Unitag. Ging verdammt schnell vorbei, das Semester.
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Das heißt, mir geht es wieder so, wie am Anfang. Überall Abschiede, letzte Male und letzte Momente. Das fällt schwer, denn ich mochte meine Kurse und meinen Alltag hier und jetzt liegt über allem, was ich tue, eine dicke Decke Melancholie.
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Zu allem Überfluss ist es heute auch noch kalt, das heißt so um die 20°C. Es wird eben doch Winter, aber ohne Weihnachtsmarkt und Plätzchen, ist das nur halb so schön.
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Den Schnee vermisse ich allerdings nicht, die Palmen sind ein ganz guter Ersatz.

Sonntag, 28. November 2010

"Sehet, die erste Kerze brennt" (Adventslied)

Für mich hat das Wochenende diese Woche Dienstag um 5Uhr pm angefangen: Klingt komisch, ist aber so.
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Ab Donnerstag war die Uni nämlich geschlossen: dank sei Thanksgiving (das war ein rein zufälliges Wortspiel). Und geschlossen heißt auch geschlossen: Kein Kiosk, keine Dining Hall, kein Pool, kein Computerraum, kein alles.
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Der Campus war außerdem wie ausgestorben, alle auf Reisen oder bei ihren Familien. Ich habe von Thanksgiving nicht sehr viel erwartet. Ein Familienfest ohne Familie ist wie Kaffee ohne Coffein: der Sinn fehlt.
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Erstaunlicherweise war der Tag aber doch noch sehr lustig mit meinem ersten Thanksgiving Turkey, der artgerecht tranchiert wurde (Kurze Simserinnerung: Es kamen keine drei fremden Nachbarn vorbei, die geklatscht und dann mitgegessen haben). Den Rest des Tages habe ich dann mit Leuten aus dem Wohnheim verbracht mit Film schauen (das kann ich) und einem Spiel mit den kreativen Namen "Dance Dance Revolution" (das kann ich nicht).
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Gegen den darauffolgenden schwarzen Freitag habe ich dann aber demonstriert: Mit Rabatten locken die Geschäfte die Kunden an diesem Tag schon um 5Uhr morgens aus dem Bett, um sich in Massen um das zweite T-Shirt bei der "Zahl eins, krieg das zweite gratis"-Aktion zu kloppen.
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Am Abend war die Demo dann beendet und ich habe mich wieder aus dem Wohnheim gewagt und zwar zum Cane Crawl, einer Kneipentour durch den Coconut Grove. Tolle Idee das Ganze: Wir wurden in Gruppen eingeteilt, so dass man zwar mit Freunden unterwegs war, aber auch gleichzeitig mit ganz neuen Leuten. Sehr spaßig.
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Samstag habe ich dann ausgenutzt, um endlich den Venetian Pool zu besuchen: ein großer Pool mit kaltem Wasser und sehr schöner Anlage. Herrlich, wenn schon der Pool an der Uni zu hatte.
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Die Liebe für die Erfindung Pool als solche hat sich am Abend noch vertieft. Mit Besuch aus New York gings in den Clubbereich eines Hotels: kostenlos, Chillplätze und die Tanzfläche war ein ca. 10-20cm Pool. Alles unter freiem Himmel natürlich und auch der nächste Club war unter freiem Himmel, mit herrlichem Ausblick über South Beach.
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Am Sonntag um 4Uhr pm hat dann endlich die Dining Hall wieder aufgemacht und hungrige Geier, die wir sind, haben wir uns natürlich gleich ins Foodcoma gestürzt. Und mit diesem Zeugnis der menschlichen Futterliebe sage ich: Frohen ersten Advent aka das Finale des Thanksgiving Wochenende.
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Ich bin dankbar für Florida und (fast) alles, was sich hier so abspielt.

Turkeyweekend

Samstag, 20. November 2010

"Manchmal glaube ich, wir sind keine Familie, sondern ein biologisches Experiment" (Al Bundy)

Es ist sehr seltsam so ganz alleine im Zimmer zu sein. Nach zwei Wochen Familienbesuch, habe ich mich sehr an die ständige Gesellschaft gewöhnt. Mit wem rede ich denn jetzt? Ist niemand hier. Ich werde die Sippschaft vermissen.
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Aber es waren zwei ganz zauberhafte, reiseintensive Wochen mit dem immer wiederkehrenden Quiz: Und wie funktioniert in diesem Hotel nun wieder die Dusche? Erst drücken, dann ziehen oder drehen oder drehen und drücken? Ich werde die bequemen Hotelbetten vermissen und die Duschköpfe, die doch tatsächlich über meinem Kopf sind.
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Nun aber von vorne: Endlich habe ich auch den Art Deco district von South Beach gesehen, wie so oft ist das, was in der Nähe ist, nie ein würdiges Ausflugsziel und bleibt lange ungesehen.
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Orlando bzw. das was Disney drumherum veranstaltet hat, ist ganz fabelhaft. Magic Kingdom ist natürlich der Klassiker, auch wenn der Park leider mehr mit Kinderwägen vollgestopft ist als mit Mickey und Co. Sea World ist da schon eher was für die Großen. Und mit groß meine ich natürlich große Tiere wie die unglaublich süßen und unglaublich dicken Manatees (=Seekühe)!
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Abgerundet wurde der Trip von einer fabelhaften Poollandschaft, die so verwinkelt war, dass ich die Orientierung verloren habe. War aber gar nicht schlimm, die Strömung hat einen schon irgendwohin getrieben.
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Ich habe außerdem mehr von dem tatsächlichen Amerika und dessen manchmal recht eigentümlichen Volk mitbekommen, hier auf dem Campus ist es eben doch eine andere Welt. Hier gibt es so viel schlanke und sportliche Menschen und draußen sieht man so viel dicke und massige Leute in grauenvollen Klamotten. Während die Leute hier eher liberal und kritisch sind, jubeln sie vor der Orcashow dem Militär zu und pappen ihre "I keep my gun, my freedom & my money"-Aufkleber stolz auf ihre Stoßstange.
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Die Uni hat dem Urlaub im Urlaub eine kurze Zwangspause verpasst, zumindest für mich, aber die Betonung liegt auf kurz. Die nächste Station war dann das farbenfrohe, wunderschöne und sehr spezielle Key West.
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Dort ticken die Uhren nochmal anders als in Miami. So viel Wasser drumherum und so viel Distanz zum Rest des Landes haben schon einen großen Einfluss auf Land und Leute. Selbige scheinen sehr lässig drauf zu sein und es gibt viele Individualisten, Künstler und sonderbare Menschen.
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Eins der Key West Highlights war die Snorkling Tour, auch bekannt als viele Menschen mit orangenen Schwimmwesten, die unkoordiniert an der Wasseroberfläche paddeln. So toll das auch war, ganz im Wasser zu verschwinden ohne einen Schnorchel, der voll Wasser läuft, ist noch besser. Da fällt mir auch ein bei meinem letzten Tauchtrip bevor die Sippschaft kam habe ich mehrere Rochen und, hurra, ein Seaturtlelinchen gesehen! Ganz zauberhaft!
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Damit sind wir bei zwei sehr tierlastigen Wochenenden in Folge und das dritte folgte prompt in Form des Miami Zoos, Zoo Miami, Miami Metrozoo... oder wie auch immer er nun heißt. Der Zoo ist der schönste, den ich bisher gesehen habe, tolle Gehege, tolle Tierchen.
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Der passende Abschluss also, für zwei fabelhafte Wochen Urlaub in Florida. Der Unistress und liegengebliebene Arbeit schleichen sich jetzt wieder von hinten an und tippen mir auf die Schulter.

Family Qualitytime

Sonntag, 7. November 2010

"Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen" (Erich Kästner)

Es gibt doch nichts Schöneres als Ausflüge innerhalb einer Urlaubsreise. Und ja, ich denke wieder an die Sims. Jetzt ist es aber mehr gerechtfertigt denn je, denn im Souvenirshop von Monkey Jungle war doch tatsächlich ein Werbeplakat mit einem Simsbild.
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Der Monkey Jungle war aber bereits die zweite Station des Ausflugs.
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Die erste Station war Key Biscayne, nein Biscayne National Park. Ja, da sind tatsächlich einige Kilometer dazwischen.
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Für all die lustigen Wasseraktivitäten war es leider viel zu kalt. Ungerechterweise ist das Wetter momentan ziemlich kalt. Das ist nicht nur ungerecht und ärgerlich, sondern wirft auch ein großes Problem auf: Woher Wärme nehmen?
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An die Tatsache, dass es trotz tropischer Temperaturen drinnen immer kalt ist, habe ich mich schon fast gewöhnt. Aber wenn man dann nach draußen geht, wird es gleich wieder warm. Jetzt ist es dort blöderweise auch verdammt kalt.
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Die Alternative zu den lustigen Wasseraktivitäten war dein ein kleiner Spaziergang auf einem Pfad am Ufer entlang. Wunderschön, nur leider war der Wind ziemlich laut.
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In den Monkey Jungle wollte ich schon die ganze Zeit gehen und ich hatte recht, es ist total spaßig. Affen gehören nun offiziell in die Liste, der von mir sehr geschätzten Tiere. Zusammen unter anderem mit den Ibisen.
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Um einen Studenten zu zitieren, der mir letzt entgegenlief und lautstark kommentiert hat: "I love how there's so much fucking wild life going on here:"

Eindrücke für den nächsten Reiseführer... und das Sims-Handbuch

Samstag, 6. November 2010

"Es ist nirgends besser als daheim" (Dorothy Gale - Der Zauberer von Oz)

Dieses Wochenende und im Prinzip die ganze Woche davor war es Zeit für das berühmt berüchtigte Homecoming. Ein viel verwendeter Begriff, vor allem in Zusammenhang mit Homecomingqueen und -king, und doch unklar. Also um das klar zu stellen:
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Homecoming ist eine jährliche Tradition im Herbst. Dann wird zu Ehren ehemaliger Studenten und Universitätsangehöriger großes Tamtam veranstaltet, um eben diese Alumni nach Hause zu ihrer Alma Mater zu locken.
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Wieso man dazu jetzt Homecomingqueen und -king braucht, erschließt sich mir nicht ganz, aber die Amerikaner lieben es (vielleicht weil sie nicht die Wudner von Fasching kennen), irgendwelchen Leuten Plastikkrönchen aufzusetzen und sie in Scherpen einzuwickeln.
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Bei einer Parade durch den Campus, bei der verschiedene Gruppen der Uni vorgestellt wurden gab es neben Homecomingqueen und -king noch ein anderes Prinzenpaar (leider nicht wie an Fasching), jeweils King und Queen für die Wohnheime Mahoney und Pearson und Miss University mit ihrer Prinzessin.
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Die Marchingband habe ich an dem Abend ganze dreimal vorbeitrommeln sehen und ich finde sie toll. Zum Homecoming kam natürlich auch die Alumniband, ein übersichtlicher Haufen von gealterten Durchschnittsamerikanern.
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Eins der Highlights war das zauberhafte Feuerwerk am See. Trotz Kälte war es ganz fabelhaft am Seeufer zu sitzen und zuzuschauen. Zusammen mit den Alumni, die ihre Kinder in komplette Uni Miami Klamotten gepackt haben.
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Abends gab es dann vor der Bibliothek ein Konzert von Lauren Hill. War sehr cool, auch wenn die Frau selbst sehr eigenartig ist...
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Bei diesem Ereignis habe ich einmal mehr gemerkt, dass die Auffassung von Universität und die Vorstellung von einen Campusleben hier und in Deutschland einfach grundverschieden sind. In Mannheim kennt kaum jemand den grummeligen Rektor der Uni. Hier wird für die sympathische alte Frau applaudiert, wenn sie mit dem Ibis-Maskottchen in der Parade mitfährt.
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Um nochmal auf das Thema "Daheim" zu sprechen zu kommen. Heute ist der Tag, an dem mich Familie besuchen kommt und natürlich freue ich mich riesig! In meinem Theaterkurs hat die Dozentin schon oft darüber geredet, dass trotz medialer Kommunikation (und dazu zählt auch Skype) nichts mit einer echten, wahrhaften, menschlichen Berührung vergleichbar ist.
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Nach über zwei Monaten im Ausland, kann ich dem noch mehr zustimmen, als ich es vermutlich sowieso getan hätte. Ich kann es kaum abwarten, meine Lieben endlich wieder zu drücken und zu knuddeln.

Heimatkunde

Freitag, 5. November 2010

"Halloween is the one night a year when girls can dress like a total slut and no other girls can say anything about it" (Zitat aus Mean Girls)

Zumindest der erste Teil des Zitats stimmt, der zweite... weniger, denn ich sage es: An Halloween laufen 90% der Mädels hier rum wie Schlampen! Vielleicht liegt es daran, dass wir Ausländer sind, aber wir lästern sehr wohl genüslich über die Stoffsparmaßnahmen der amerikanischen Kostümindustrie.
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So, nach der gründlichen Prüfung dieses Zitats nun zu Halloween allgemein: Wird genau wie Silvester vollkommen überbewertet!
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Den Tag gibt es schließlich nur einmal im Jahr, da muss man etwas ganz ultimativ Besonderes machen  und natürlich gibt es mehr Partys als sonst zur Auswahl. Da sind Unentschlossenheit, Stress und augewühlte Gemüter vorprogrammiert.
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Die Party im Coconut Grove war aber tatsächlich sehr lustig. Abgesperrte Straßen und überall Menschen in den unterschiedlichsten Farben und Formen unterwegs.
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Alles in allem fällt Halloween aber doch in eine ähnliche Kategorie wie ein Footballgame: Amerikanische Tradition, die man mal gesehen haben muss, wenn man schon hier ist, ist auch recht unterhaltsam, aber nicht Highlight, das es vorgibt zu sein.


Boo!


Mittwoch, 3. November 2010

"Das tiefe Meer scheint am erhabensten in seiner Bewegung" (Friedrich Schiller)

Samstagmorgen, 7 Uhr und mein wenig begeistertes und zirka 30% waches Ich schlurft zum Treffpunkt mit dem Scuba Club.
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Zeit für Tauchgänge Nummer sieben und acht in Pompano Beach.
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Ja, kingt langweilig, dort war ich ja erst tauchen und das sogar mit dem selben Boot, aber jetzt kommt keine Liste mit Träumen auf dem Boot. Wenn ich nämlich auf dem Boot geträumt hätte, wäre ich schwupps ins Wassergepurzelt.
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Die Fahrt zum Tauchort war wildes Wellenreiten und drei Leute haben es geschafft seekrank zu werden. Ich persönlich fand es total lustig und sehr spaßig. Einziger Nachteil, sobald man sich nicht mehr auf dem Deck hin- und herschaukeln lässt, sondern herumläuft und seine Ausrüstung richtet.
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Das Ergebnis: Die Chance auf viele blaue Flecke beim hin- und herstolpern und purzeln auf dem Boot.
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War es das wert? Ja!
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Es war mein bisher tiefster Tauchgang mit zirka 20 Meter, sehr aufregend und getaucht sind wir um ein Wrack herum und ja, einmal auch kurz rein. Bewohnt wird das Wrack von einem dicken, fetten. grünen Aal.
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Der hat brav rausgeguckt, sich gestreckt, den Mund auf- und zugemacht, sich in alle Richungen gedreht und sich scheinabr sogar streicheln lassen. Dieser Aal ist zu perfekt, meine Vermutung ist ja, dass man ihn dressiert und dann in das Wrack gesteckt hat, um dem Tauchort noch eine lebendige Sehenswürdigkeit zu verpassen.
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Wie immer waren aber auch viele bunte Rifffische am Start, gerne auch als kompletter Schwarm. Sehr faszinierend, wenn ein Schwarm leuchtend blauer Fische an einem vorbeirauscht.
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Einen Goliath Grouper habe ich auch gesehen, aber diesmal leider nicht in Streichelweite.
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Ich liebe mein neues Hobby!
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Die Quizfrage des Tages lautet: Geht eine Taucherbrille ein, wenn sie in der Waschmaschine wäscht? meine nicht.

Wasser und das, was darin herumschwimmt

Sonntag, 31. Oktober 2010

"Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, um so besser wird sie bezahlt" (Katharine Hepburn)

Ich sage es gerne immer wieder: Meine Stundenplan-Planung ist genial und deswegen habe ich jeden Mittwoch frei!
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Die perfekte Gelegenheit für einen kleinen Tagesausflug zum Coconut Grove, bisher nur bekannt, von donnerstänglichen  Barabenden.
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Schon direkt nach dem Frühstück hat es uns aber weg von den Bars und Boutiquen, hin zum Hafen gezogen. Entlangspazieren am Wasser ist einfach bezaubernd.
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Ziel war Vizcaya Museum & Garden, ein hübsches Anwesen mit Garten. Hat etwas von altem europäischen Charme. Nur dass es in Miami steht und 1914 gebaut wurde, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.
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Donnerstag Abend gab es dann aber für mich keinen Barabend im Grove, denn meine Abendplanung war besser: Die Rocky Horror Picture Show umsonst im Kino am Campus begleitet von einer Shadow Cast.
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Der Film alleine ist ja schon genial, aber im Kino ist es noch besser!
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Ich habe den Time Warp getanzt.
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Während des Films wird, je nachdem welcher Charakter gerade auftaucht "Slut", "Asshole" oder "Where's your fucking neck?" gerufen. Sowieso wird immer irgendwas gerufen. Die Hardcorefans kennen den Film sogar so gut, dass sie "do you know about gay sex?" rufen, bevor die Zeile "I know about that subject" kommt.
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Ich habe mich antürlich bei dem sinnlostesten Zwischenruf nicht mehr eingekriegt. Janet läuft rückwärts in ein Zimmer und es wird gerufen "watch out for the baisin", dann rempelt sie dagegen und alle seufzen.
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Ich sage es gerne immer wieder: Meine Stundenplan-Planung ist genial und deswegen habe ich jeden Freitag frei!
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Die perfekte Gelegenheit für einen Tag am Pool. Bin zum ersten Mal vom Sprungbrett reingesprugnen. Nicht sehr ansehnlich, hat aber Spaß gemacht. Währenddessen hat es übrigens geregnet, aber bei immer noch zirka 30 Grad und strahlendem Sonnenschein, ist das relativ egal.
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Ich weiß, ich bin eigentlich zum Studieren hergekommen und Uni macht auch wirklich Spaß, aber die große Pause gehört genauso zum Schulleben dazu!

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Samstag, 30. Oktober 2010

"Wo gehen Leute hin, wenn sie New York verlassen - Ähm, die wirkliche Welt" (Sex and the City)

Ich weiß nicht, ob ich gerade Miami als die wirkliche Welt bezeichnen würde, aber zumindest ist das der Alltag, in den ich nach einem fabelhaften Wochenende in einer fabelhaften Stadt zurückkehre.
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Man hört ja immer viel von Vitamin "B" und eigentlich bin ein kein großer Fan davon, aber wenn das Vitamin B eine fabelhafte Wohnung in Manhatten hat, sieht das anders aus.
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Es war zwar kein meditatives Einfach-Nur-Da-Sein-Ding, sondern ein euphorisch durchgeknalltes Einfach-Nur-Da-Sein-Ding, aber mindestens genauso bezaubernd. Einfach nur durch Manhatten zu laufen, durch Geschäfte zu bummeln, Fotos zu machen und die Kopf-In-Den-Nacken-Touri-Pose zu perfektionieren.
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Union Square Park, Flat Iron Building, Bryant Park, Times Square, Rockefeller Center und alles dazwischen. Zum Abschluss noch ein bisschen Kultur: Eine Führung bei den United Nations: Interessant und nachdenklich stimmend.
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Ich habe mir trotz fabelhaften Wetters übrigens eine Mütze gekauft. Verrückt, es ist ja tatsächlich Herbst. In Miami vergisst man das schnell. Und mit man meine ich mein tauchendes, poolplanschendes, flipfloptragendes Selbst.
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Die Quizfrage des Tages: Warum gibt es eigentlich diese hübsche rote Treppe am Times Square?! Hat sie außer dem Empire-State-of-Mind-Video noch einen anderen Sinn?!
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Meine heißersehnte Broadwayshow war leider kein spektakuläres Musical sondern nur netter, süßer Singsang. Mary Poppins ist als Musical für Erwachsene eher... nennen wir es verbesserungswürdig.
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Was könnte die Stimmung nach so einer Enttäuschung besser heben als ein Fangirl-Moment. Shoppen im Laden von Patricia Field (=Stylistin von Sex and the City), eine Mischung aus trendigem Fashionstore, abgedrehten Fetishstore und Halloweenkostümladen (wobei die letzteren Kategorien manchmal schwer auseinander zu halten waren). Meine Schal- und Ohrringsammlung ist um zwei sehr wertvolle Schätze reicher.
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Abends dann clubben. Zwar nicht einer der besten (war ja klar, ausgerechent das Wochenende, an dem ich da bin...), aber trotzdem ein lustiger, feuchtfröhlicher, käseburgiger Abend.
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Dementsprechend schwer war das Aufstehen, habe meine Augen kaum aufbekommen. Als ich so langsam zu mir kam, stellte ich fest: Scheiße, ich kriege meine Augen tatsächlich kaum auf, zumindest das linke nicht, aus unerfindlichem Grund geschwollen.
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An einem fotointensiven New-York-Tag war ich sehr dankbar für meine Brille mit schwarzem Rand. Die hatte ich übrigens sowieso die meiste Zeit auf, in NYC ist alles so riesig und großartig, da kommt man mit Kurzsichtigkeit nur bis zum nächsten Spieß-Straßenstand.
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Ein traumhaft sonniger Tag in der Traumstadt schlechthin: Flohmarkt, Central Park, Public Library (noch ein Fangirl-Moment, schließlich haben Carrie und Mr. Big dort beinahe geheiratet), ein Spaziergang über die Brookly Bridge, Ground Zero und ein schätzungsweise 20kg schwerer Burrito.
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Schön ist auch, dass es in so einer schnelllebigen Stadt eine Konstante gibt, die sich seit 2006 nicht geändert hat: Die Spieße am Straßenrand brennen immer noch!

I heart New York

Freitag, 29. Oktober 2010

"Wenn man beginnt, seinem Passfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren" (Ephraim Kishon)

Bei der Autorückgabe: "How was the car?"
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Ich: "Ähm... funny in its very own way."
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Aber von vorne: An einem schönen Oktoberwochenende haben wir einen Trip nach Hollywood, Fort Lauderdale und Palm Beach unternommen. Und ja, die besten Orte der Welt gibt es mindestens zweimal.
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Unser Auto war leider keiner von den riesigen, amerikanischen Schlitten, sonder eine kleine Brotbox, daher liebevoll Bernd genannt.
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Obwohl das alles nicht weit von Miami ist, war es ein Urlaub im Urlaub, frei von allem Unikram, Sorgen und Alltag. Strand, Seafood, Pool um 10 Uhr abends, teure Häuser anschauen, Wellen gucken und in selbigen planschen.
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Wassertaximensch: "You know you have been here for almost three hours?!"
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In Fort Lauderdale sind wir in den Sonnenuntergang mit dem Wassertaxi geschippert und sind dann dort geblieben, um einmal die komplette Runde zu machen und ja, das dauert nunmal drei Stunden.
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Als die meisten Fahrgäste schon weg waren und wir ohne Stopp durch die Nacht gefahren sind, gab es eine Zeit, in der ich in einem fast meditativen Zustand war. Ich habe aufs Wasser geschaut, bin nicht eingeschlafen, habe aber auch an nichts gedacht oder mich auf etwas konzentriert. Für keine Ahnung wie lange, war ich einfach nur da.
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Ich liebe Ausflüge und ich liebe Wasser! 

Urlaub

Donnerstag, 28. Oktober 2010

"Tanzen ist die senkrechte Ausführung eines waagrechten Verlangens, eines aufrechten Individuums" (Unbekannt)

In Miami ist der weibliche Hintern wie ein Parkplatz, auf dem man "nur schnell mal hält, um Brötchen zu holen".
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Freitagabend, Club in South Beach, zirka 70 Internationals und eine Luft, die vor Hormonen nur so wabert.
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Überall wird der Balu getanzt, werden Hintern an Typen entlanggeschrubbelt.
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Jeder Hintern, der gerade nicht betanzt wird, ist frei. Klar, wenn ein Parkplatz frei ist, stell ich eben mein Auto darauf. Es interessiert niemanden, wieso der Parkplatz da ist, wieso er frei ist oder gar, was es für ein Parkplatz ist.
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Ich finde, da müsste ein bisschen mehr Ordnung her. Ich schlage Hosen und Röcke mit klarer Beschilderung vor: Absolutes und eingeschränktes Halteverbot, um zumindest die gruseligen Gestalten fernzuhalten. Wer möchte kann antürlich ein schlichtes "P" tragen oder gar die "Park + Ride"-Option wählen.
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Ich bin eindeutig dafür, vielleicht hört dann die Zieherei und Schieberei an Handgelenken und Taille auf.
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Mir ist schon klar, dass das jetzt prüde klingt, aber lieber so, als dass der weibliche Hintern noch zu einem Parkplatz einer Araltankstelle verkommt, auf dem die Dorfjugend rumhängt, wie es ihr passt.

Montag, 18. Oktober 2010

"Die beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden" (Jacques-Yves Cousteau)

Ich bin offiziell zertifizierte Taucherin und stolze Besitzerin einer Karte, die genau das bestätigt. Und wie könnte man das besser feiern als mit einem Tauchausflug.
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Das spektakuläre Wochenende startete am Freitag mit einem Ausflug nach Pompano Beach mit dem Scuba Club.
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Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Freitag unifrei war, aber das Wochenende war sehr urlaubsmäßig. Dabei kann es mir, dank meiner genialen Stundenplanplanung, egal sein, ob Freitag Uni ist oder nicht. Für mich ist jeder Freitag frei. Daher der Name.
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Der Ausflug selbst war ähnlich wie der nach Key Largo, aber wer kann schon genug davon kriegen?!
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Rausfahren mit dem Boot und auf dem Deck träumen und sonnen. Ins Wasser plumpsen, nette Fische und Korallen gucken, aufs Boot hochwuchten, bootfahren, wieder ins Wasser plumpsen, noch mehr nette Fische und Korallen gucken, wieder aufs Boot hochwuchten, glücklich und beseelt zurück zum Hafen fahren, Calzone essen.
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Die fischigen Highlights waren übrigens riesige Fischschwärme, angel fish, ein lion fish, ein trumpet fish und jede andere bunte Fischchen, die ich leider nicht benennen kann, aber sie waren süß! In der Ferne habe ich die Umrisse einer Schildkröte gesehen und später eine Moräne, die unter ihrer Koralle rausgelugt hat.
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So eine Moräne hat etwas von einem mürrischen Rentner mit zu viel Freizeit. Schaut argwöhnisch, was die Nachbarn so treiben und hat dabei einen leicht abschätzigen Gesichtsausdruck, der einem gleichzeitig signalisiert, lieber nicht zu nahe zu kommen.
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Zurück am Hafen wurden dann gerade Fische ausgenommen. Nicht nett. Das hat mich an das Krokodilrestaurant in den Everglades erinnert.
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Ironisch und gleichzeitig sehr logisch, wie die Faszination für das Leben und das Verzehren selbiges an einem Ort zusammenkommen.


Freitagsdate mit dem Atlantik

Montag, 11. Oktober 2010

"Der Sport ist ein sehr vernünftiger Versuch des modernen Zivilisationsmenschen, sich Strapazen künstlich zu verschaffen" (Peter Bamm)

Ich mag kein Sport. Und seit Samstag weiß ich erneut warum: Es ist doof!
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Obwohl ich das Spiel bereits ein bisschen mehr verstehe, war das Footballspiel vergangenen Samstag nicht unbedingt das beste Event überhaupt. Ich glaube aber, das sehen viele Amerikaner genauso und deswegen gibt es auch das viele Drumherum, was die Sache eindeutig interessanter macht.
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Zunächst gibt es da natürlich "tailgating", also quasi eine Party aus dem Kofferraum heraus. Also rücken die meisten Leute mit dem Auto an, haben ein nettes BBQ und saufen sich noch vor Kickoff die Rübe weg. Ja, dann lässt sich Sport schon besser aushalten.
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Kickoff wird sowieso total überbewertet. Beim Football kommt und geht jeder wann er will. Das Spiel dauert auch so wahnsinnig lange, dass man gar nichts verpassen kann.
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Weitere Highlights im Stadion: Ein Ätzpärchen direkt vor uns, seltsame Leute, die komisches Zeug mit uns reden, Leute, die Zeug durch die Gegend werfen und der ständig wiederkehrende Geruch von einem deftigen Bierrülpser.
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Ich mag kein Sport!
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Da ist mir ein Abend im Musical viel lieber. Dort war einen Tag zuvor, als Studenten "Urinetown" aufgeführt haben, sehr lustig.
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Sehrt beeindruckend wie professionell die Sänger und das Set waren. Keine Spur von "Schülertheater".
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Das Wochenende gipfelte am Sonntag dann ganz deutsch beim Oktoberfest! Jawohl, ich war zwar noch nie in München, aber immerhin in einer deutschen Bar in Miami, die ihr eigenes Oktoberfest veranstaltet.
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Ich wage es kaum auszuschreiben, aber ja, DJ Ötzi unter Palmen klingt ein bisschen wie Heimat. Jetzt freue ich mich schon auf Fasching!
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Am Schluss möchte ich noch eine random Simsreferenz anbringen: Ich habe letzt in der Dining Hall gegrillten Käse gegessen und obwohl der sehr lecker war, werde ich meine Laufbahn nicht ändern.

Clash der Hochkulturen

Dienstag, 5. Oktober 2010

"Wenn hinter Tauchern Taucher tauchen, tauchen Taucher Tauchern nach" (Zungenbrecher)

Apropos Highlight. Das nächste Highlight gab es am Wochenende. Der dritte und vierte Tauchgang im offenen Wasser und diesmal im richtigen Wasser.
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Zusammen mit ein paar anderen aus dem Tauchkurs sind wir schon am Freitag Nachmittag nach Key Largo gefahren, wollten ein bisschen Zeit am Morgen rausholen, denn wir mussten schon um halb acht morgens am Boot sein. Zu früh... viel zu früh...
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Die Bootsfahrt war gleichzeitig ein Flashback und etwas ganz Neues. Wie meine Füße so über den Wellen baumelten, musste ich an Grado und Bootfahren in Italien denken. Trotz dieser Nostalgie, war der Tauchausflug aber bereits zu diesem Zeitpunkt aufregend und spannend.
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Mein neuer Lieblingsfisch ist der Goliath Grouper. Über einen Meter lang, ein richtig dicker Fisch. Am Anfang fand ich ihn ziemlich beängstigend, aber als er um unsere Gruppe geschwommen ist und der Tauchlehrer ihn gestreichelt hat, hat er seinen Schrecken verloren.
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Ich glaube, er hat genauso mit uns gespielt, wie wir mit ihm. Ist noch eine ganze Weile mitgeschwommen. Netter Fisch!
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Der zweite Tauchgang war genauso schön, wie der erste. Viele bunte Fische, Korallen und das alles ohne Aquarium. Auch wenn das Wasser so türkis war, dass es aussah, wie in einem Aquarium mít türkisem Hintergrund. Das oder, als wäre es digital bearbeitet...
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Das Abendhighlight war dann ein Ausflug nach South Beach im Schulbus mit vielen anderen Studenten. Nur Sekunden nach dem Einsteigen ging übrigens schon das Singen los, irgendetwas scheinen Busse tatsächlich an oder in sich zu haben, dass die Stimmbänder herausfordert.
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Die Unterwasserbilder habe ich übrigens mit einer Filmkamera gemacht. Jawohl, Film. War vollständig überfordert, wie man den Film eigentlich wechselt, aber egal, Hauptsache Bilder. Bilder von Unterwasser!

Viel blau auf einmal

Sonntag, 3. Oktober 2010

"This Is So You Think You Can Dance" (Cat Deeley)

Zu sagen, etwas sei ein Highlight gewesen, hat bei aller Euphorie immer einen negativen Beigeschmack. Schließlich bedeutet das, dass alle anderen Erlebnisse eher durchschnittlich waren. Bei allen fabelhaften Sachen, die ich hier schon erleben durfte, will ich genau das natürlich nicht sagen.
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Das vorausgeschickt, kann ich sagen: Die So You Think You Can Dance Tour war absolut ein Highlight!
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Ich liebe die Fernsehserie und die Tatsache, dass die Tour sich in Miami mit meinem Auslandssemester überschneidet, ist einfach nur fabelhaft!
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Meine Karte für die sechste Reihe hatte ich bereits im August gekauft, das erste Mal, dass meine eigene Kreditkarte zum Einsatz kam.
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An dieser Stelle könnte ich jetzt schreiben und schreiben und schwärmen ohne Ende, darüber, wie toll die Tänze live waren, wie toll es war, die Tänzer live so nah zu sehen.
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Aus ökonomischen Gründen mache ich es kürzer und sage, es war einfach atemberaubend! Ich saß grinsend wie ein Depp im Publikum und habe fasziniert und wie im Bann auf die Bühne gestarrt. Das gleiche Grinsen gepaart mit euphorischem Klatschen bricht auch jetzt noch spontan aus mir heraus.
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Ich denke, diese Ausbrüche rechtfertigen das Wort Highlight.

Ein Highlight gefüllt mit Highlights

Mittwoch, 29. September 2010

"Dein neuer Koog ist ein fressend Werk" (Zitat aus dem "Schimmelreiter")

Das Outfit des Tages: Shorts, T-Shirt, Badehandtuch, Flip Flops und... ein Regenschirm.
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Heute ist es in Miami ziemlich kalt, 24°C um genauer zu sein, und es regnet wie aus Eimern, kübel, platscht, ein Wasserwerk, gießt in Strömen... ist ja auch egal, es ist auf jeden Fall zu nass.
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Die Fenster sind überall beschlagen, dank sei den Klimaanlagen.
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Da bleibt die ein oder andere Pfütze oder das ein oder andere Rinnsal nicht aus. Ironischerweise sammelt sich das meiste Wasser aber direkt über dem Abfluss.
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Ich nenne den Parkplatz Lago Eaton. Die Wohnheime Pearson und Mahoney teilen sich ihren See und ich bin ziemlich sicher, die beiden anderen Wohnheime haben auch einen.
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Selbst der Schimmelreiter würde bei diesem Wetter lieber in der Wirtschaft bleiben.
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Nasse Füße in Miami sind nicht okay, wenn sie nicht gerade im Pool sind!

Lago Eaton

Dienstag, 28. September 2010

"Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues" (Samuel Beckett)

Nach über einem Monat in Miami habe ich endlich den ersten Promi gesichtet! Naja okay, es war nur Johnny Knoxsville, den ich ohne Ankündigung nicht einmal erkannt hätte, aber gut.
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Am Montag gab es einen Bullenreiten-Kontest, um den neuen Jackass-Film zu promoten und dafür haben sich Johnny und noch ein langhaariger Schmuddel von Jackass (den ich beim besten Willen gar nicht kenne) auf dem Campus blicken lassen.
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War es das Gruppenfoto und Autogramm wert, bei monströser Hitze zu warten? Vielleicht, aber ich hatte ohnehin nichts anderes zu tun und schließlich passiert so etwas an der Uni Mannheim eher selten.
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Abends bin ich dann zur Aufzeichnung von UMTVToday gegangen. Meine spannende Aufgabe: Kamera. Das ist ja eigentlich schon spannend, aber sobald die Kamera eingestellt ist, bleibt sie, wie sie ist. Ich stand also nur dahinter und habe aufgepasst, dass sie sich nicht spontan entzündet.
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War es den Zeitaufwand wert? Vielleicht, aber die Aufzeichnung als solche war auf jeden Fall spannend und bestimmt sind die Kamerakinder von "1-2-oder-3" mittlerweile große Fernsehstars!

Beinahe Unialltag

Montag, 27. September 2010

"Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird" (Ursula Lehr)

30 Stunden Geburtstag! Das hatte ich noch nie, aber ich muss sagen, es ist toll!
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Nach der Zeitrechnung hier, hat mein Geburtstag schon um 18Uhr angefangen. Ich bin ja generell ein großer Fan des 25. Septembers, aber den Tag an einem Abend mehr zu feiern, hat das Älterwerden doch besonders gemacht.
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Eine weitere Besonderheit war dann der erste Tauchgang im richtigen Wasser. Leider war der See nur wenig aufregender als der Pool.
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Zuerst einmal haben der Pool und der See eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie sind beide rechteckig!
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Zu dem natürlichen Charme gehören außerdem gesunkene Boote, ein Auto, diverse Einkaufswagen und jede Menge Dosen. Die zwei größeren Fische, die ich gesehen habe, waren dem Müll zahlenmäßig klar unterlegen.
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Ich weiß, das klingt jetzt alles sehr negativ, aber eigentlich war es das gar nicht. Die zwei 40 und 35 minütigen Tauchgänge haben unglaublich viel Spaß gemacht, da ist was dran, an dem "in einem anderen Element sein".
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Leider waren wir Tauchschüler allesamt ziemlich unkoordiniert unter Wasser. Die Folgen waren Flossen, die einem ins Gesicht klatschten; Taucher, die einfach auf einem landen und Mundstücke, die einem aus dem Mund gerupft wurden.
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Ich bin zwischendurch aus Versehen aufgetaucht und es ist tatsächlich sehr verwirrend, von der Tauchgruppe getrennt zu werden, aus der Unterwasserwelt aufzutauchen, einsam mitten auf einem See zu treiben und sich zu denken: "Mist!"
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In der Tauchpause habe ich ein Ständchen von allen bekommen. Ist noch genau so schön wie am Kindergeburtstag und gleichzeitig genauso latent unangenehm, lächelnd dazusitzen, während einem eine Gruppe von Nichtsängern halb murmelnd, halb summend gegenüber sitzt.
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So optisch unreizvoll der See auch war, nach dem Tauchen auf das Wasser zu schauen und sich dabei zu denken "krass, da unten war ich gerade", hat trotzdem für einen Kick gesorgt.
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Das Abendprogramm bestand aus Chillen in meinem Zimmer bei der extrem chilligen Discobeleuchtung, die meine Mitbewohnerin mitgebracht hat. Für meinen nächsten Geburtstag will ich auch wieder bunte Lichter haben!
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Es war außerdem total schön, die vielen Glückwünsche zu lesen, von ganz verschiedenen Menschen, die ich ganz unterschiedlich kennen gelernt habe und die sich gegenseitig nicht unbedingt kennen. Sehr rührend, sich am Geburtstag ein kleines bisschen wie eine klitzekleine Schnittstelle im Menschengetümmel fühlen zu dürfen. 

Geburtstagstauchen