Montag, 27. September 2010

"Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird" (Ursula Lehr)

30 Stunden Geburtstag! Das hatte ich noch nie, aber ich muss sagen, es ist toll!
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Nach der Zeitrechnung hier, hat mein Geburtstag schon um 18Uhr angefangen. Ich bin ja generell ein großer Fan des 25. Septembers, aber den Tag an einem Abend mehr zu feiern, hat das Älterwerden doch besonders gemacht.
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Eine weitere Besonderheit war dann der erste Tauchgang im richtigen Wasser. Leider war der See nur wenig aufregender als der Pool.
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Zuerst einmal haben der Pool und der See eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie sind beide rechteckig!
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Zu dem natürlichen Charme gehören außerdem gesunkene Boote, ein Auto, diverse Einkaufswagen und jede Menge Dosen. Die zwei größeren Fische, die ich gesehen habe, waren dem Müll zahlenmäßig klar unterlegen.
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Ich weiß, das klingt jetzt alles sehr negativ, aber eigentlich war es das gar nicht. Die zwei 40 und 35 minütigen Tauchgänge haben unglaublich viel Spaß gemacht, da ist was dran, an dem "in einem anderen Element sein".
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Leider waren wir Tauchschüler allesamt ziemlich unkoordiniert unter Wasser. Die Folgen waren Flossen, die einem ins Gesicht klatschten; Taucher, die einfach auf einem landen und Mundstücke, die einem aus dem Mund gerupft wurden.
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Ich bin zwischendurch aus Versehen aufgetaucht und es ist tatsächlich sehr verwirrend, von der Tauchgruppe getrennt zu werden, aus der Unterwasserwelt aufzutauchen, einsam mitten auf einem See zu treiben und sich zu denken: "Mist!"
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In der Tauchpause habe ich ein Ständchen von allen bekommen. Ist noch genau so schön wie am Kindergeburtstag und gleichzeitig genauso latent unangenehm, lächelnd dazusitzen, während einem eine Gruppe von Nichtsängern halb murmelnd, halb summend gegenüber sitzt.
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So optisch unreizvoll der See auch war, nach dem Tauchen auf das Wasser zu schauen und sich dabei zu denken "krass, da unten war ich gerade", hat trotzdem für einen Kick gesorgt.
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Das Abendprogramm bestand aus Chillen in meinem Zimmer bei der extrem chilligen Discobeleuchtung, die meine Mitbewohnerin mitgebracht hat. Für meinen nächsten Geburtstag will ich auch wieder bunte Lichter haben!
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Es war außerdem total schön, die vielen Glückwünsche zu lesen, von ganz verschiedenen Menschen, die ich ganz unterschiedlich kennen gelernt habe und die sich gegenseitig nicht unbedingt kennen. Sehr rührend, sich am Geburtstag ein kleines bisschen wie eine klitzekleine Schnittstelle im Menschengetümmel fühlen zu dürfen. 

Geburtstagstauchen

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