Samstag, 20. November 2010

"Manchmal glaube ich, wir sind keine Familie, sondern ein biologisches Experiment" (Al Bundy)

Es ist sehr seltsam so ganz alleine im Zimmer zu sein. Nach zwei Wochen Familienbesuch, habe ich mich sehr an die ständige Gesellschaft gewöhnt. Mit wem rede ich denn jetzt? Ist niemand hier. Ich werde die Sippschaft vermissen.
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Aber es waren zwei ganz zauberhafte, reiseintensive Wochen mit dem immer wiederkehrenden Quiz: Und wie funktioniert in diesem Hotel nun wieder die Dusche? Erst drücken, dann ziehen oder drehen oder drehen und drücken? Ich werde die bequemen Hotelbetten vermissen und die Duschköpfe, die doch tatsächlich über meinem Kopf sind.
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Nun aber von vorne: Endlich habe ich auch den Art Deco district von South Beach gesehen, wie so oft ist das, was in der Nähe ist, nie ein würdiges Ausflugsziel und bleibt lange ungesehen.
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Orlando bzw. das was Disney drumherum veranstaltet hat, ist ganz fabelhaft. Magic Kingdom ist natürlich der Klassiker, auch wenn der Park leider mehr mit Kinderwägen vollgestopft ist als mit Mickey und Co. Sea World ist da schon eher was für die Großen. Und mit groß meine ich natürlich große Tiere wie die unglaublich süßen und unglaublich dicken Manatees (=Seekühe)!
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Abgerundet wurde der Trip von einer fabelhaften Poollandschaft, die so verwinkelt war, dass ich die Orientierung verloren habe. War aber gar nicht schlimm, die Strömung hat einen schon irgendwohin getrieben.
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Ich habe außerdem mehr von dem tatsächlichen Amerika und dessen manchmal recht eigentümlichen Volk mitbekommen, hier auf dem Campus ist es eben doch eine andere Welt. Hier gibt es so viel schlanke und sportliche Menschen und draußen sieht man so viel dicke und massige Leute in grauenvollen Klamotten. Während die Leute hier eher liberal und kritisch sind, jubeln sie vor der Orcashow dem Militär zu und pappen ihre "I keep my gun, my freedom & my money"-Aufkleber stolz auf ihre Stoßstange.
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Die Uni hat dem Urlaub im Urlaub eine kurze Zwangspause verpasst, zumindest für mich, aber die Betonung liegt auf kurz. Die nächste Station war dann das farbenfrohe, wunderschöne und sehr spezielle Key West.
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Dort ticken die Uhren nochmal anders als in Miami. So viel Wasser drumherum und so viel Distanz zum Rest des Landes haben schon einen großen Einfluss auf Land und Leute. Selbige scheinen sehr lässig drauf zu sein und es gibt viele Individualisten, Künstler und sonderbare Menschen.
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Eins der Key West Highlights war die Snorkling Tour, auch bekannt als viele Menschen mit orangenen Schwimmwesten, die unkoordiniert an der Wasseroberfläche paddeln. So toll das auch war, ganz im Wasser zu verschwinden ohne einen Schnorchel, der voll Wasser läuft, ist noch besser. Da fällt mir auch ein bei meinem letzten Tauchtrip bevor die Sippschaft kam habe ich mehrere Rochen und, hurra, ein Seaturtlelinchen gesehen! Ganz zauberhaft!
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Damit sind wir bei zwei sehr tierlastigen Wochenenden in Folge und das dritte folgte prompt in Form des Miami Zoos, Zoo Miami, Miami Metrozoo... oder wie auch immer er nun heißt. Der Zoo ist der schönste, den ich bisher gesehen habe, tolle Gehege, tolle Tierchen.
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Der passende Abschluss also, für zwei fabelhafte Wochen Urlaub in Florida. Der Unistress und liegengebliebene Arbeit schleichen sich jetzt wieder von hinten an und tippen mir auf die Schulter.

Family Qualitytime

4 Kommentare:

  1. Sounds like an awsome trip..! I imagine it's hard to find the balance between studying and playing tourist when you're abroad (actually, most blogs I've read about those months more sound like a 6 mnth holiday than anything else). Good luck getting back into studying gear and up to the next trip! :p xx

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  2. liebe marina!
    ich lese dein blog immer ganz fleißig - und: wow, tolle bilder sind da dabei!!
    wie lange dauert das semester eigentlich noch?
    Anki

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  3. ^^
    haha, caught me there. and yeah it is difficult finding the balance as in trying to make as much freetime as possible :D

    ^
    daaankeschön! lese deinen blog auch immer gerne, acuh wenn du ja nicht so oft schreibst tztztz, dafür gibts immer was neues zu lernen wenn du schreibst und natürlich steh ich auch auf fotos gucken. Hab ganz viel Spaß, selbst bei all der Melancholie ;)

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  4. Hey hey!
    Im Namen der Sippschaft gaaanz herzlichen Dank für alles!
    Ich finde, unser biologisches Experipent ist ganz gut gelungen!
    Liebe Grüße aus der Heimat!
    Mumpi

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